Des Winters Joch (still und müd' wird die Welt) Lyrics

Wallfahrer
Still und müd' wird die Welt wenn der Tag sein letztes Licht verschenkt
Es steht die Zeit wenn sich die Nacht mit leisen Schritten nährt
Der Abschied naht von behaglicher und selbstgerechter Sorgenlosigkeit
Der Winter rückt diese geschundene Welt ins wohlverdiente Gleichgewicht

Es klagt der Mensch, dass die Traurigkeit erneut obsiegt und Zweifel schürt
Doch er vergisst, dass der wahre Grund für seine Klage ihn im Spiegel grüßt

Joch des Winters
Dem Mensch zum Trotz
Rast der Zeit
Unendlichkeit
Joch des Winters
Dem Mensch zum Trotz
Rast der Zeit
Unendliche Erhabenkeit

Es ist der Sturm der euch auf euren Platz zurück verweist
Es ist das Eis dass eurer Eitelkeit entgegen treibt
Es ist die Kälte die die Gier aus eurem Blick vertreibt
Es ist der Frost der Euch Verletzlichkeit aufzeigt

So schweigt nun still im Vorwand eurer Menschlichkeit
Belügt euch selbst, kein Heiland kommt der euch befreit
Lauscht dem Gebet und wascht euch von euren Taten rein
Im neuen Jahr wird alles so wie vorher sein

Seht es nun ein, dass ihr gegenüber dieser Macht nur niedere Knechte seid
Legt euch zur Ruh und betrachtet euer Selbst im fahlen Kerzenschein
Wie wird es sein wenn das Licht zurückkehrt und dem Leben neue Kraft verleiht?
Erkennt ihr dann, dass der Winter unsren wahren Wert in der Natur aufzeigt?